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50 Jahre auf den Dächern Ostfrieslands

Seltenes Arbeitsjubiläum: Heinz-Teo Götz seit 50 Jahren Schornsteinfeger
Ostfriesland. Der dienstälteste Schornsteinfeger-Geselle in Niedersachsen arbeitet in Ostfriesland: Am 3. Mai blickte Heinz-Teo Götz auf 50-jährige Berufstätigkeit zurück. Am 3. Mai 1955 hatte er bei Bezirksschornsteinfegermeister Leo Garska in Esens seine Lehre begonnen.

Sein gestriger Jubiläumstag verlief fast wie jeder andere seines Arbeitslebens, das heutzutage absoluten Seltenheitswert besitzt. Dabei begann die berufliche Karriere von Heinz-Teo Götz mit einem Unglücksfall: Er sollte am 1. April eigentlich eine Maurerlehre beginnen, aber sein Meister verunglückte wenige Tage zuvor mit dem Motorrad tödlich. So suchte er einen neuen Ausbildungsplatz und fand ihn im Schornsteinfegerhandwerk. Götz kam in 50 Jahren viel herum: Zu seinem ersten Kehrbezirk gehörten die Stadt Esens und die Insel Langeoog. Anschließend arbeitete er 34 Jahre im Kehrbezirk Norden und kehrte auch regelmäßig die Schornsteine auf Baltrum. Seit einigen Jahren ist der Geselle bei Bezirksschornsteinfegermeister Henry Hinrichs in Holtrop angestellt.

"Moin Heinz, kommt herein", begrüßt ihn an seinem Arbeitsjubiläum ein Hausbesitzer in Westrhauderfehn man kennt ihn hierzulande und das Teewasser brodelt schon im Kessel. "Heute will ich mal auf eine Tasse Tee bleiben, das geht natürlich nicht bei jedem Kunden", sagt er verschmitzt, "aber erst die Arbeit dann das Vergnügen." Schon erklimmt er die Leiter, um den Schornstein zu kehren, wie es bei offenen Kaminen immer noch vorgeschrieben ist. Anschließend wird die Erdgas-Heizung gemessen: Stimmen die Abgasverluste? Ist die Verbrennung in Ordnung? Sind Zu- und Abluftwege frei? "Das ist zunächst eine Frage der Sicherheit, aber auch des effektiven Energieverbrauchs und der Luftreinhaltung", berichtet Götz. Das Berufsbild habe sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten mächtig gewandelt. Während früher mit Holz, Torf oder Brikett geheizt wurde, wobei viel Ruß entstand, gehört heute der Messkoffer zum Arbeitsgerät und so schmutzig wie damals ist die Arbeit lange nicht mehr. Was geblieben ist, ist die Aberglaube, dass Schornsteinfeger Glücksbringer sind. "Mir hat mein Beruf auf jeden Fall Glück gebracht", gesteht der Arbeitsjubilar.

Viel Freizeit widmete er dem Aufbau der Jugendfeuerwehr in seinem Wohnort Ochtersum. Inzwischen ist er in die Altersabteilung übergetreten. Neben der Feuerwehr ist die Jagd seine Passion. Und an die Rente mag er noch nicht denken. "Ich werde ja erst 64 Jahre im nächsten Monat", sagt er.

Quelle Foto: Theodor Kruse
Heinz-Teo Götz sorgt mit seiner Arbeit dafür, dass über Ostfriesland der Himmel immer strahlend blau bleibt.

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